Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

60. Geburtstag von Dekan Schötz

dekan60 gratulanten„Runde Geburtstage sind wie Beerdigungen“, stellte Dekan Karlhermann Schötz beim Empfang zu seinem 60. fest, „nur, dass man die Nachrufe noch selbst miterleben darf.“

Eine große Schar von Gästen aus Kirche und Politik hatte sich im Kapitelsaal des Dekanats eingefunden, um Schötz zu gratulieren. Landessynodaler Karl Georg Haubelt äußerte die Hoffnung, der Jubilar werde nicht für seine letzten Dienstjahre irgendwohin als Regionalbischof entfleuchen: „Bischof von Sulzbach-Rosenberg ist doch eine schöne Position!“ Da konnte ihn Schötz beruhigen. Für ihn sei eine Regionalbischofsstelle uninteressant. Landrat Richard Reisinger rühmte die theologische Kompetenz, den Humor, die seelsorgerische Berufung und das ökumenische Engagement des Dekans: „Die erste Anlaufstelle der Senioren-Sternsinger ist immer das evangelische Dekanat!“ Das Ökumenische betonte auch Günther Koller, Geschäftsführer des Caritasverbandes. Die Zusammenarbeit bei der Ökumenischen Sozialstation sei immer sehr gut gewesen. Er dankte dem Geburtstagskind und wünschte Gottes Segen für die nächsten 40 Jahre.

Der zweite Vorsitzende des evangelischen Männerbundes Sulzbach, Andreas Weber, gratulierte seinem ersten Vorsitzenden und erinnerte an viele schöne Veranstaltungen und Ausflüge mit dem Männerbund. „Ich bin beim Männerbund nur ein Frühstücksdirektor“, meinte Schötz daraufhin, „die Arbeit macht der Zweite.“ Im Namen des Kirchenvorstands der Gemeinde Christuskirche wünschte Vertrauensmann Günter Schultheiß dem Dekan alles Gute und hoffte auf viele weitere Jahre. Bürgermeister Michael Göth beglückwünschte Schötz persönlich und im Namen der Stadt. Er dankte für das gute Miteinander und die angenehme Zusammenarbeit. Gleichzeitig gratulierte er dem Jubilar zur Geburt des ersten Enkelkindes. Einen Höhepunkt bildete der Auftritt der Birgländer Tanzgruppe, der von Dekanatssekretärin Gerda Donhauser organisiert worden war. Rasch wurden die Stehtische im Kapitelsaal beiseitegeräumt, und dann gab es Rundtänze mit Musik von der Quetsch‘n.

Anstelle von Geschenken hatte Dekan Schötz seine Gratulanten um Spenden für das Ernst-Naegelsbach-Haus, die Indianer-Missionsarbeit in Guarita (Brasilien) und den Förderverein der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gebeten. Alle drei Spendenkästen wurden sehr gut gefüllt. Abschließend bat der Jubilar zum Mittagsgebet in die Christuskirche. Die große Gemeinde betete den 118. Psalm. „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich – das ist eines meiner liebsten Tischgebete“, sagte Schötz in seiner Ansprache. Mit Rückblick auf 60 Jahre sei er reich beschenkt mit seiner Frau Heidrun, seiner Familie, guten Mitarbeitern und vielen Freunden. Er dürfe in einem der schönsten Dekanatsgebäude in einem der vielfältigsten Dekanate der bayerischen Landeskirche residieren. Und er dürfe und könne einen Beruf ausüben, der für ihn immer noch der schönste und vielseitigste sei, den er sich vorstellen könne.

In seiner Ansprache löste er auch das Rätsel seiner knallgelben Schuhbänder auf, die bei vielen Gästen Aufsehen erregt hatten: Sie sind das Zeichen einer Schweizer Initiative namens „mine-ex“, die sich gegen Landminen und für ihre Opfer einsetzt. Sie finanziert aus Privatmitteln Entminungen in Bosnien-Herzegowina. Zum Schluss sangen alle Schötz‘ Lieblingslied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und entließen den Jubilar, der sich gleich auf den Weg nach Berlin machte, um sein neugeborenes Enkelkind in die Arme zu schließen.

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