Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Herbstsynode des Dekaants

Der Wahlkampf tobt! Im Dezember wählt die Evangelische Landeskirche ihr Parlament, die Landessynode. Rechtzeitig zur Wahl am 7. Dezember tagte die Dekanatssynode, um die Vorstellungen der Kandidaten von ihrer zukünftigen Arbeit zu hören.

Synodalpräsidentin Brigitte Lang eröffnete mit einem geistlichen Impuls zur Bergpredigt: "Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Mt 5, 9). Ihre Ermahnung, Christen sollten Friedensstifter sein in einer unfriedlichen Welt, hatten sich die anwesenden Kandidaten für die Landessynode offensichtlich zu Herzen genommen. Weitgehende Einigkeit herrschte bei allen, dass die Arbeit der Gemeinden vor Ort gestärkt werden müsse. Nur in Details waren unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zu erkennen.
synode kandidatenPfarrer Dr. André Fischer (Grafenwöhr) will die Zusammenarbeit mit der Diakonie stärken, Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal (Amberg) möchte die Kirche zurück zum geistlichen Wesentlichen führen. Karl Georg Haubelt (Amberg), der seit sechs Jahren Landessynodaler ist, setzt den Schwerpunkt auf die Lösung der Finanzierungsprobleme der Gemeinden. Karin Heimerl (Neumarkt) liegt vor allem der Dienst an der Jugend und die Vielfalt der Angebote der Kirche am Herzen, Pfarrerin Anja Matthalm (Neukirchen) möchte die äußerliche Sichtbarkeit der Kirche verbessern. Dekan Karlhermann Schötz sieht die Landessynode als starkes Gegenüber des Landeskirchenamts.Nach der Vorstellung entspann sich eine kritische Diskussion über die Altersversorgung der Pfarrerinnen und Pfarrer im Spannungsfeld der finanziellen Möglichkeiten und der generationenübergreifenden Gerechtigkeit.
In seinem anschließenden Bericht dankte Dekan Schötz allen amtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren Einsatz und bat sie, den Mut nicht sinken zu lassen, wenn durch Vakanzen oder Umstellungen der Telekomunikation Dinge nicht so liefen wie sie sollten. Er verabschiedete Waltraud Zweck aus der Verwaltungsstelle in den Ruhestand und stellte zum wiederholten Mal fest, wie wichtig eine gute und leistungsfähige Verwaltung für das Funktionieren der Kirche sei. Der Dekan betonte, dass die Finanzierung der Landeskirche bis 2026 gesichert sei. Diese Zeit müsse aber genutzt werden, um für die abzusehenden Kirchensteuerrückgänge danach gewappnet zu sein. Ein großes Problem für viele Gemeinden sei der Bauunterhalt von Kirchen, Gemeindehäusern und anderen Immobilien. Hier könne das Dekanat dank eines in den letzten 10 Jahren aufgebauten Fonds bei akuten Problemen helfen, jedoch müssten die Gemeinden sich darauf einstellen, auch auf Liebgewordenes zu verzichten, wenn es nicht mehr finanzierbar sei.
In der Dekanatsjugend sei im Jahr nach dem Kapellenbau am Knappenberg wieder der Normalzustand eingekehrt, mit gut besuchten Freizeiten und intensiver Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Auch das neu gegründete Evangelische Bildungswerk (EBW) Oberpfalz sei inzwischen in vollem Betrieb. Schötz rief die Vertreter der Gemeinden auf, sich und ihren Gemeindegliedern bewusst zu machen, das das EBW "unser" Bildungswerk sei. Erfreulich sei die anhaltend hohe Zahl an Taufen und die fast 2000 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Dekanat. Beides sei ein Zeichen für die Lebendigkeit des Glaubens und der Kirche. Eine ganz wichtige Rolle im Leben der Gemeinden und des Dekanats haben die Partnerschaften mit der evangelischen Kirche in Brasilien, die ständig einen Pfarrer nach Schwandorf schickt - zur Zeit Pfarrer Alfredo Malikoski - und mit dem ostmährischen Seniorat der Böhmischen Brüder.
"Fürchtet Euch nicht", forderte Schötz die Synodalen auf und schloss mit einem Wort von Martin Luther: "Wir sind es nicht, die die Kirche erhalten (...), sondern der ist's gewesen, ist's noch und wird es sein, der da sagt: Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt."

 

synode zweckNach 41 Jahren Dienst verabschiedet

Im Rahmen seines Tätigkeitsberichts verabschiedete Dekan Karlhermann Schötz die Mitarbeiterin der Verwaltungsstelle Waltraud Zweck nach 41 Jahren aus dem Dienst. "Ich danke Ihnen für ihre Treue, Ihre Gewissenhaftigkeit und Ihren Humor", sagte der Dekan. Sichtlich gerührt nahm die frischgebackene Rentnerin ein Präsent entgegen.

spruchlogo-webSie suchen

einen Taufspruch?

einen Konfirmationsspruch?

einen Trauspruch?

Einfach klicken und auswählen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.