Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Einweihung des spirituellen Raums (Kapelle) am Knappenberg

Sie ist liegt unauffällig im Wald und ist schlicht aus Holz gebaut. Trotzdem ist die Kapelle am Knappenberg ein besonderes Zeichen im Jahr des Reformationsjubiläums, denn Jugendliche aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg haben hier die Initiative ergriffen, um sich beim Jugendhaus einen spirituellen Raum zu schaffen. Die Jugendlichen haben Unterstützer geworben, Anträge geschrieben und auf der Baustelle gearbeitet. Jetzt konnte Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, einer der prominentesten Förderer, die Kapelle einweihen.

„Es ist ein Wunder, dass wir heute zu diesem Anlass hier sind“, sagte Dekan Karlhermann Schötz, „die Sehnsucht unserer Jugendlichen nach einem spirituellen Raum hat ein Ziel gefunden.“ Nicht nur viele sichtlich stolze Jugendliche zogen mit dem Dekan zur Kapelle, sondern auch die beiden Schirmherren, der Landesbischof und Landrat Richard Reisinger, außerdem viele Vertreter der politischen und der kirchlichen Gemeinden, dazu zahlreiche Mitglieder der Landessynode der ELKB. Das kleine Holzgebäude bot nicht Raum genug, sie alle zu fassen.
Mit einem gemeinsamen Gebet dankten der Dekan und die Jugendlichen Gott für die Hilfe so vieler Menschen und für eine Bauzeit ohne Unfall.

Landesbischof Bedford-Strohm begann seine Predigt mit einem Lob für die Jugendlichen, die mit vereinten Kräften und Durchhaltevermögen eine Idee Wirklichkeit werden ließen. Aus einer Zeichnung und aus Hölzern sei ein wunderbarer spiritueller Raum geworden. Notwendig sei es, Gott für dieses Projekt und für diesen Raum zu danken, weil nur Gottes Geist die Menschen dazu befähigt, Visionen umzusetzen. „Gottes Geist weht ganz unerwartet da, wo er will, und lässt damit ganz wundersam Projekte Wirklichkeit werden“, sagte der Landesbischof. Gebetsorte seien nötig, wo man Dankbarkeit feiern und spirituell nach der Lebensquelle bohren kann. Entscheidend, stellte der Prediger fest, sei nicht die Quantität, sondern um die Qualität des Gebets: „Ich denke, wenn wir nur einmal am Tag Gott danken, dann ändert sich unser Leben bereits Schritt für Schritt in ein friedliches Miteinander.“ Dr. Bedford-Strohm schloss: „Von Herzen wünsche ich Euch daher, dass dieser spirituelle Raum von eurem Suchen nach eurer Quelle gefüllt wird und Gottes Geist darin wohnen möge.“

Im Fürbittgebet baten Jugendliche und Pfarrer Daniel Heller aus dem ostmährischen Partnerdekanat darum, dass die Kapelle ein Raum der Offenheit und des Respekts werden möge, in dem alle, die dorthin kommen, etwas spüren von dem Geist der Kraft und der Liebe, die die Jugendlichen und die Förderer beim Bau beflügelt haben.

Der Landesbischof weihte die Kapelle ein und bat Gott: „Kehre ein mit deinem Wort und Sakrament und sende uns den Heiligen Geist. Lass alle Menschen an diesem Ort deine Liebe erfahren.“ Dann übergab er Thomas Weiß als Vertreter der Jugendlichen ein Exemplar der revidierten Lutherbibel als Altarbibel für den spirituellen Raum.

Pfarrerin Anja Matthalm moderierte den Reigen der Grußworte, den der Landrat eröffnete: „Ich bin begeistert von eurem Glaubensengagement, von eurem länderübergreifenden Einsatz.“ Bürgermeister Winfried Franz dankte der Jugend und stellte fest, dass die Kapelle ein Ort des Friedens, der Begegnung und der Ökumene sei. „Wenn man versucht, Kirche und Jugend aufeinander zu beziehen, gelingt es im besten Fall, dass am Reich Gottes gebaut wird“, erklärte Landesjugendpfarrer Gerd Bauer, „ihr habt etwas Wunderbares auf den Weg gebracht, geht diesen Weg weiter!“ Christina Frey-Scholz von der Landesjugendstiftung überreichte einen Spendenscheck über 2000 Euro. Hans Pilz, im Landwirtschaftamt für LEADER-Förderung zuständig, blickte auf die Finanzierung des Kapellenbaus zurück und Romy Köppen, Pfarrerin im Ruhestand, erinnerte in ihrem Grußwort an das alte Jugendhaus auf dem Knappenberg, auf dessen Fundament nun die neue Kapelle steht.

Als Sprecher der Jugendlichen berichtete Thomas Weiß über die Entstehungsgeschichte der Kapelle: „Das ist unser Traum, den wir mit unseren eigenen Händen wahr gemacht haben.“ Er dankte den zahlreichen Unterstützern und schloss mit dem Bibelwort, das ihr Leitspruch gewesen sei: „Alles ist möglich dem, der da glaubt.“

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