Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Gottesdienst zur Eröffnung der Landessynode

 MG 0029108 Mitglieder der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern haben mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche die Herbsttagung der Landessynode eröffnet. Zahlreiche Vertreter der Politik aus den Städten und Gemeinden der Umgebung, aber auch viele weitere Gläubige nahmen am Gottesdienst teil.

Pfarrer und Ehrenamtliche, Jugendliche und Erwachsene, Christen aus ganz Bayern, aus Tschechien und aus Papua-Neuguinea, Evangelische und Katholische feierten gemeinsam Gottesdienst und gaben so ein starkes Zeichen für ein lebendiges, weltoffenes Christentum in gegenseitigem Respekt.

Die Predigt hielt Jack Urame, der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Papua-Neuguinea. Er ging der Frage nach, welche Aufgabe die Kirche heute hat. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“, sage das 1. Gebot. Kommerz und Säkularisierung seien die modernen Formen des Götzendienstes. „Die Kirche ist die prophetische Stimme in der Welt, deshalb dürfen wir nicht schweigen“, forderte der Prediger, „sondern wir müssen die Stimme laut erheben, wenn wir sehen, was negative Auswirkungen hat.“ In der modernen Welt der globalen Veränderungen könne die Kirche ihre Bedeutung nur behalten, wenn sie sich von Gottes Wort leiten lasse und immer die Autorität der Bibel an erster Stelle stehe, nicht irgendeine Kultur, denn zu große Toleranz gefährde die prophetische Stimme. „Wir sollten deshalb heute sehr sensibel betrachten, was wir als Kirche sagen“, mahnte Bischof Urame und ergänzte: „Unsere Aufgabe als Kirche ist unverzichtbar. Wir dürfen uns nicht vorschreiben lassen, wie wir unseren Auftrag zu erfüllen haben!“ Die Aufgabe der Kirche sei es, schloss der Prediger, die Botschaft der Reformation und des Evangeliums sichtbar machen.

Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß lud die Gemeinde zum Abendmahl. Wegen der großen Zahl an Gläubigen wurde erstmals in der Christuskirche ein Wandelabendmahl gefeiert. Danach trug Regionaldekan Ludwig Gradl das Grußwort von Bischof Rudolf Voderholzer vor. Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen, so der Bischof, dürfen Christen nicht resignieren oder sich im stillen Kämmerlein in die Wohlfühloase zurückziehen. Die Kirche müsse aus der Stagnation heraus: „Wir müssen wieder in die frische Luft der geistigen Auseinandersetzung.“

Musikalisch wurde der Gottesdienst sehr festlich gestaltet vom Dekanatsgospelchor unter der Leitung von Dekanatskantorin Kerstin Schatz und Thomas Huber, von der Bläsergruppe des Dekanatsbezirks unter dem Dirigat von Kurt Lehnerer und von Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke an der Orgel.

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