Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Herbstsynode 2017

synode schoetzDas wichtigste war in zehn Minuten erledigt: Die Synode des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Sulzbach-Rosenberg beschloss die Anhebung der Zahlungen, die pro Gemeindeglied an das Dekanat zu leisten sind, auf das vorgeschriebene Minimum. Das bedeutet ab 01.01.2018 immerhin fast eine Verdoppelung.

Dekan Karlhermann Schötz begrüßte die Synodalen aus allen Gemeinden von Oberviechtach bis Eschenfelden auf der Herbstsitzung der Synode im Gemeindesaal der Christuskirche. Die Erhöhung der Abführungen für Dekanat und Verwaltungsstelle begründete er damit, dass in Zukunft dringend benötigte Zuweisungen der Landeskirche davon abhängig gemacht würden, dass die gesetzlich vorgeschriebene Umlage eingehalten werde. Die Erhöhung wurde von der Synode ohne Gegenstimme beschlossen.

In seinem Bericht, den er unter das Motto „In Ängsten und siehe, wir leben“ (2. Korinther 6) gestellt hatte, blickte Dekan Schötz auf das Reformationsjubiläum 2017 zurück: „Wir haben keine riesigen Aktionen gemacht, sondern schlicht, einfach und schön miteinander gefeiert.“ Manchen, die wenig Beziehung zur Kirche hätten, sei damit der Kern des Reformationanliegens nahegebracht worden. Vor allem im ökumenischen Miteinander seien große Fortschritte gelungen, die auch in Zukunft nicht mehr zurückgedreht werden könnten. Er lud herzlich ein zum Eröffnungsgottesdienst der Landessynode am 26. November um 18:00 Uhr in der Christuskirche, wo man alle kirchenleitenden Organe einmal auf einem Haufen erleben könne. Weitere Themen waren organisatorische Veränderungen in Kirche, Diakonie und Evangelischem Bildungswerk, sowie die Partnerschaften mit dem Ostmährischen Seniorat der Böhmischen Brüder und Brasilien.

Synodalpräsidentin Dorothea Seitz-Dobler erinnerte an das 2018 anstehende 40-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit dem indigenen Territorium Guarita im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Aus diesem Anlass wird im nächsten Jahr eine Delegation aus Brasilien im Dekanat erwartet. Zum Abschluss berichteten Pfarrerin Birgit Schwalbe, Pfarrer Alfredo Malikoski und weitere von einer Besuchsreise in Guarita. Sie schilderten die Arbeit des Indianermissionsrates COMIN der Brasilianischen Lutherischen Kirche. Armut, soziale Probleme und der schwierige Kampf um ihre eigene Identität prägen das Leben der Indigenen in Brasilien. Aber es gibt auch ermutigende Fortschritte: „Dass indigene Frauen am evangelischen Frauenkreis in der Bezirkshauptstadt teilnehmen, wäre vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen“, sagte Schwalbe. Heute sei das selbstverständlich.