Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Hoffnung im Gepäck - Gottesdienst am Pfingstmontag

 

kalinka"Ein besonderer Gottesdienst mit Gänsehautmomenten", so beschrieb eine Besucherin den Pfingstmontagsgottesdienst in der Sulzbacher evangelischen Christuskirche. Etwas mehr Besucher hätte er verdient gehabt. Denn sie war nicht alltäglich, diese kirchliche Feier: Einen Text aus dem Matthäusevangelium oder aus dem Alten Testament in drei Sprachen, - deutsch, russisch und arabisch hört man schließlich sonst nicht . Beim gemeinsamen Gebet des Glaubensbekenntnisses oder des Vater unsers gleichzeitig in drei Sprachen konnte das pfingstliche Sprachengewirr nachvollzogen werden. Das Wissen, dass trotz der Unterschiedlichkeit des Sprachenklangs alle das gleiche beteten, ließ eine besondere Atmosphäre entstehen und führte zu einem Gefühl der Gemeinschaft.
Neben der bewährten musikalischen Leitung durch Kantor Henneke begeisterte auch der "Aussiedlerchor” Kalinka mit ihrem Leiter Leonid Zadovschi die Kirchgänger. Mit Herzblut und auch einer besonders zart gesungenen russischen Weise bereicherte der Chor die Feier zusätzlich. Schon mehrere Jahre unterstützen die Sängerinnen und Sänger diesen "interkulturellen Gottesdienst“ in der evangelischen Kirche.
Unter dem Thema "Hoffnung im Gepäck" wurde , unter der Leitung von Pfarrer Dr. Johannes Blohm aus Amberg dieser etwas andere Pfingstgottesdienst von einer kleinen Gruppe vorbereitet und durchgeführt und von Pfarrer Dr. Kurz zusätzlich unterstützt.
In der Predigt- ausgehend vom alttestamentlichen Text über Rut machte Dr. Blohm deutlich, dass auch in der Bibel Fluchtgeschichten vorkommen, wie im Falle Rut, die auch nach Schicksalschlägen ihr Land verlassen musste .
Die als Symbole aufgestellten Koffer auf den Altarstufen sollten daran erinnern, dass noch immer Menschen auf der Flucht sind. So wie vor zwanzig Jahren die Spätaussiedler hier ankamen mit Hoffnung im Gepäck, so sollte dies auch für geflüchtete Menschen aus Kriegsgebieten gelten. Unsere Aufgabe als Christen ist „ statt Hass und Ausgrenzung Hoffnung zu vermitteln und Hilfe dort zu geben wo sie gebraucht wird", so der Amberger Pfarrer.
Bei einem süßen Ausklang im Foyer mit selbstgebackenen Kuchen und Tee aus dem Samowar und arabischen Minztee endete ein gelungener besonderer Gottesdienst.
Gertrud Strauß, Diakonie Su-Ro

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