Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Bayerischer Landsjugendposaunenchor: Sommer Open Air anlässlich der Verleihung des Jubiläumspreises der Stiftung Bücher-Dieckmeyer

BLJP 1Über 40 Bläserinnen und Bläser zwischen 17 und 27 bilden den Bayerischen Landesjugendposaunenchor. Aber mit diesen dürren Fakten lässt sich das hervorragende Ensemble nicht beschreiben. Beim Sommer Open Air konnte man es genießen.

Schon der erste Ton von Georg Philipp Telemanns Intrada ließ aufhorchen. Festlich, strahlend und sehr ausgewogen erfüllten die Bläser die Christuskirche mit Wohlklang, denn wegen des Wetters konnte das Konzert nicht wie geplant im Schlosshof stattfinden.
Der BLJP zeigte, wie bereit sein Spektrum ist: Nach dem barocken Einstieg ging es modern weiter. Bei Jens Uhlenhoffs „Suite über 25 Jahre“ beeindruckte das professionelle Können der Bläser. Entstanden ist die Komposition anlässlich des 25-jährigen Bestehens des deutschlandweiten Posaunenchorverbands, aber sie war auch ein schönes Geburtstagsständchen für die Stiftung Bücher-Dieckmeyer, die heuer ebenfalls seit 25 Jahren besteht. Gezügelte Kraft und leuchtende Klarheit machten das Lob Gottes hörbar.

„Vertrauen“, eine fünfsätzige Suite über Vertrauenslieder, hatte Dieter Wendel für den diesjährigen Kirchentag komponiert. Die jungen Bläser meisterten das technisch und rhythmisch anspruchsvolle Werk mit Bravour. Landesposaunenwartin Kerstin Dikhoff dirigierte mit präzisen, sehr kontrollierten Bewegungen. Sie hatte stets jeden einzelnen Musiker im Blick und leitete mit zarten Gesten. Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung riss sie alle zu Höchstleistungen mit. Gänsehaut überlief die Zuhörer beim wunderschönen Trompetensolo über den Gospelklassiker „Amazing Grace“, zum Weinen schön war das wunderbar dichte, sinnliche Piano in „Von guten Mächten“. Vor allem bei diesem langsamen Satz zeigte sich das hohe Können des BLJP: Schnell spielen ist nicht so schwierig, aber langsam und leise die Spannung halten, das ist schwer. Fetzig und mit unterschiedlichen reizvollen Klangfarben ging es bei „Gott sagt uns immer wieder“ zur Sache. Der Komponist, der im Publikum in der ersten Reihe saß, war sichtlich zufrieden mit dem BLJP und freute sich über einen Extraapplaus.

Moderne Sätze, aber auch eine Bearbeitung von Felix Mendelssohn-Bartholdys „Denn er hat seinen Engeln“ verwöhnten die Zuhörer. Dizzy Stratfords „Friends for Life“ widmete der BLJP denjenigen unter seinen Mitgliedern, die jetzt das Ensemble verlassen und damit auch Platz machen für den Nachwuchs.
„Gospel“ heißt „Gute Nachricht, Evangelium“. Das zu verbreiten ist das Anliegen der Posaunenchöre. Mit dem Stück „Gospel“ von Eric Miller wollte sich der BLJP verabschieden. Hier zeigten die Instrumentalisten, dass sie auch singen können. „Raise up to the sky“ erklang aus vielen Kehlen, nur von wenig tiefem Blech begleitet. Als dann stürmischer Applaus losbrach, hoben die Bläser, passend zum Text, ihre Instrumente gen Himmel und zeigten, dass sie zum Lob Gottes musizieren.
Mit stehenden Ovationen erklatschte sich das Publikum noch zwei Zugaben, bis Dikhoff mit einem Segenslied das rundum gelungene Konzert beendete.
Zum Konzert hatten Pfarrer Matthias Cunradi, Landesobmann der Posaunenchöre, und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss die Besucher im voll besetzten Gotteshaus mit herzlichen, dankbaren Worten begrüßt.

Preisverleihung

Die Stiftung Bücher-Dieckmeyer, die seit 1995 die Pflege der Kirchenmusik in Bayern fördert, zeichnet heuer den Landesjugendposaunenchor für die langjährige erfolgreiche Tätigkeit des Bayerischen Landesjugendposaunenchors aus und überreichte seiner Leiterin Kerstin Dikhoff das großzügige Preisgeld für die Förderung der Jugendarbeit in der Kirchenmusik
„Alles was Odem hat, lobe den Herrn“, zitierte Jürgen Konzack vom Vorstand der Stiftung Bücher-Dieckmeyer Psalm 150. Die Bläser, führte er aus, erzeugen mit ihrem Odem die Töne, die den Herrn loben. Blechklang sei aus den evangelischen Kirchen nicht mehr wegzudenken. Der BLJP gedeihe mit Ernsthaftigkeit und Freude bestens unter der Leitung von Kerstin Dikhoff.
Die Stifterin, Ingrid-Maria Bücher, betonte in ihrer knappen Laudatio, wie wichtig das Feuer bei der Interpretation von Musik sei. „Und dieses Feuer ist euch heute besonders gelungen!“, lobte sie.
Claudia Willerding vom Stiftungsvorstand trug dann den Text der Urkunde vor. Besonders wird darin hervorgehoben, dass Dikhoff ihre konzentrierte und anspruchsvolle musikalische Arbeit stets mit Geselligkeit und humorvoller Leichtigkeit praktiziert: „Mit Idealismus, Motivationskraft und Leidenschaft stellen die Preisträger ihr Können unermüdlich in den Dienst der Musica Sacra.“
Dikhoff bedankte sich. „Es ist für mich eine Riesenfreude, mit den jungen Leuten zusammenzuarbeiten“, sagte sie überwältigt und erklärte, mit dem Preisgeld die Produktion einer neuen CD finanzieren zu wollen.

Empfang

Wer arbeitet, hat Hunger. Deshalb waren die Bläser, aber auch das Publikum nach dem Konzert zu einem Empfang mit Büfett in den Gemeindesaal eingeladen.
Bürgermeister Michael Göth gratulierte den Bläsern zum Preis und dankte ihnen für das Konzert: „Sie sind mit Begeisterung in einer musikbegeisterten Stadt aufgenommen worden.“ Er erinnerte daran, dass Sulzbach-Rosenberg nicht zufällig als Ort für die Preisverleihung ausgewählt worden sei, schließlich sei Regionalbischof Hans-Martin Weiss hier geboren und habe hier seine Kindheit verbracht, und Landesposaunenwartin Kerstin Dikhoff sei eine Rosenbergerin. „Es war ein hervorragender Abend“, schloss das Stadtoberhaupt. Pfarrer Matthias Cunradi, Landesobmann der Posaunenchöre, dankte Kurt und Ingrid Lehnerer, den Eltern von Dikhoff, für die perfekte Organisation des Abends und überreichte ihnen ein Präsent. KMD Christoph Emanuel Seitz, der stellvertretende Landeskirchenmusikdirektor, betonte die Bedeutung der Kirchenmusik und insbesondere der Bläsermusik,: „So ist es von unschätzbarem Wert, wenn es Menschen, Zentren und Institutionen gibt, die die Kirchenmusik pflegen, kultivieren und fördern.“ Er war sehr dankbar, dass die Büchner-Diekmeyer-Stiftung immer wieder Musiker für ihre hervorragende Arbeit auszeichnet. Dem BLJP und seiner Dirigentin Dikhoff wünschte er weiterhin viel Schwung und Freude in und für die Musica Sacra.

Hintergrund

Die 40 Bläserinnen und Bläser des Landesjugendposaunenchors im Alter zwischen 17 und 27 Jahren kommen aus Posaunenchören in ganz Bayern, wo sie sich als Bläser, Chorleiter oder in der Jungbläserausbilder engagieren. Darüber hinaus suchen sie neue musikalische Herausforderungen im BLJP, der sich dreimal im Jahr zu Probenwochenenden unter der Leitung von Landesposaunenwartin Kerstin Dikhoff trifft.

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